Workation – unsere special Tipps!

Klassische Entsendung, Dienstreise oder Remote Work – die Workation hebt sich davon ab. 👀 Wir haben die wichtigsten Infos für dich zusammengefasst!

🌴 Workation = Urlaub + Arbeit aka temporär mobiles Arbeiten aus dem Ausland. Der Unterschied zur Entsendung? Arbeitnehmer:innen arbeiten auf eigenen Wunsch abroad, bspw. im Anschluss an Urlaub oder Familienbesuche.

👉🏼 Nach einer EY-Studie ziehen 54% eine Kündigung aufgrund fehlender Flexibilität im Beruf in Betracht. PwC geht noch weiter: 8 von 10 der < 40-Jährigen definieren mobiles Arbeiten als wichtiges Job-Kriterium, 2/3 der 1.000 Befragten könnten sich eine Workation im Ausland vorstellen.

🥲 Fun (aka Sad) Fact: In Deutschland existiert kein gesetzl. Anspruch auf Mobile Office.

🚨 Grundvoraussetzung: Du kannst deine Arbeit problemlos digital oder hybrid verrichten. Frag’ dich: Wie viel Präsenzzeit erfordert dein Job? Eine Workation musst du zudem stets mit deinen Vorgesetzten besprechen.

📈 Pluspunkt für Unternehmen: Attraktiver Employee Benefit, um dich als innovative:r Arbeitgebende zu positionieren und deine Employer Brand zu stärken. Außerdem erhöhen Workation Teambonding, Motivation sowie Produktivität. Du senkst Kosten durch Einsparungen, bspw. Büroflächen und dabei entstehende Betriebsausgaben wie Energie.

😍 Lieben wir: Workation regen Kreativität und innovative Ideen an, können Stress reduzieren sowie die Work-Life-Balance und allgemeine Zufriedenheit verbessern!

🏅 Best-Case: Workation aka kreative Workshop-Tage im gesamten Team bei The People Branding Company, spannende Insights auf den Socials inklusive.

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie…

Work-Life-Blending, verringerter Fokus, technische Probleme, Kosten, Konfliktpotential und Organisationsaufwand – die Liste an Risiken für Arbeitgeber:innen sowie -nehmende ist lang. Das musst du beachten! 🤝🏼

👩🏼‍⚖️ Zeitverschiebung, Vergütung (s. Posted Workers Directive der EU) oder Zulagen – Arbeitsverträge müssen dem flexiblen Workplace sowie den Gesetzen des spezifischen Landes entsprechen. Bei < 4 Wochen besteht kaum Handlungsbedarf.

🇪🇺 Das Freizügigkeitsgesetz für EU-Bürger:innen erleichtert Workation innerhalb der EU, verschiedene Nationalitäten im Team erfordern dennoch komplexe Compliance-Beurteilungen. Aufenthaltstitel, Einreisebestimmungen oder Arbeitserlaubnis immer im Einzelfall checken!

💸 Workation > 182-Tage lösen eine Steuerverpflichtung im Ausland aus – Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) der jeweiligen Staaten überprüfen! Zumeist entscheidet der Lebensmittelpunkt, zur Anmeldung der Lohnsteuer der Mitarbeitenden verpflichtet sich dein Unternehmen.

🚨 Achtung vor unbeabsichtigter Begründung einer Betriebsstätte im Ausland – hier bestimmt das lokale Gesetz. Die Folge: Arbeitgeber:innen werden auswärts steuerpflichtig, mit Auswirkungen auf Gewinnabgrenzung, u.v.m. Bei 90 auswärtigen Tagen / 12 Monaten steigt das Risiko immens, in der Praxis funktionieren daher häufig 10–30 Workation-Days.

🧠 Geschäftsführende Mitarbeitende begründen abroad recht rasch eine Betriebsstätte. Während Workation daher besser auf Unterzeichnung von wichtigen Verträgen, o.ä. verzichten oder bestimmte Reiseziele meiden.

💡 Workation in EU, CHE, LIE, ISL und NOR wirken sich nicht auf deine Sozialversicherung in Deutschland aus. 25% deines Berufs sollten dort stattfinden, zudem Wohnsitz sowie Unternehmen. Arbeitgeber:innen müssen Krankenkassen kontaktieren, Arbeitnehmer:innen alternativ private Reiseversicherungen abschließen.

🕵🏽‍♀️ Spannend: Unternehmer:innen besitzen eine Fürsorgeverpflichtung, Mitarbeitende bei diesen komplexen Anliegen zu unterstützen.

🖥️ Reminder! IT-Probleme, Datenschutzgrundlagen oder Data-Verschlüsselung vorab besprechen.

🤖 Um Risiken frühzeitig zu erkennen oder rückwirkend festzustellen, gibt’s Compliance Management-Systeme (CMS) für Travel-Szenarien, Assistenz-Tools für Remote-Work sowie spezifische Workshops.

Quellen: EY, Haufe.de, Hi Perfomer, Onlinemarketing.de, ottonova, Personalwirtschaft, premote, PwC, Ratbacher, TK, Traut PR (19.02.24)

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