All eyes on: Nostalgie-Marketing
Den Moment bereits vermissen, während man ihn erlebt? Nostalgie als Marketing-Tool ist bereits seit Jahren popkulturell omnipräsent, verändert sich jedoch gerade nachhaltig. Worum geht’s? 🕵🏽
💭 Nostalgie-Marketing zielt auf vergangene, positive Erinnerungen sowie Reaktionen und überträgt diese auf neue Produkte oder Kampagnen. Eine Studie belegt: Kund:innen geben mehr Geld aus, wenn das Produkt sie in die eigene Vergangenheit versetzt.
🧠 Der Unterschied zum bloßen Erinnern oder zur Melancholie? Bei Nostalgie ziehen wir einen Vergleich zur Gegenwart anhand von Designs, Musik, Packaging, Trends, Farben, Logos, Schriften, Sprechstil oder Fashion. Do it like Levis oder Adidas!
🏅 Millennials gelten als Top-Zielgruppe – 75% verwenden YouTube vorrangig für vergangene Ereignisse oder Personen. Nostalgie-Marketing funktioniert mit persönlichen Touchpoints (z.B. Eltern) trotzdem auch generationsübergreifend.
🔮 Verrückt: Eigentlich geht es bei Nostalgie mehr um die Gestaltung der Zukunft, als die Vergangenheit – wie die Utopie-Plakate der NASA sowie aktuelle Insta- oder LinkedIn-Trends zeigen.
💥 Nostalgische Atmosphäre > Produkt – klappt trotzdem nicht in jeder Branche. Grundvoraussetzung: Eine genaue Analyse der Zielgruppe plus authentischer Feel-Good-Content. Wir behalten @hitschler und Spotify mal im Auge… 🤓
⏳ Spannend: Die Nostalgie-Zyklen verkürzen sich deutlich – #tb wird zu Weekly Recaps oder „An diesem Tag vor…“-Stories. Der Grund: Das Erleben einzelner Personen diffundiert zunehmend, Nostalgie bietet die Chance auf nahbares Kollektivempfinden und -erinnern (Aktuelles Bsp.: @CNDO 👀).
🚨 Achtung! Besonders im politischen Kontext kann Nostalgie in der Kommunikation für Propaganda, quasi als Antwort auf eine „pseudo-chaotische“ Gegenwart, zweckentfremdet werden.

Nostalgie = Social Must-Do?
OMR bezeichnet Nostalgie als Social Media Trend für 2024. Fakt ist: Medien spielen für Nostalgie eine entscheidende Rolle. Wie machen sich Brands und Creator:innen das zunutze? 🕵🏽
👉🏼 Nostalgie-Posts win – belegt eine Untersuchung der Univ. of Michigan von 64.778 Posts der NFL-Teams. Besonders beliebt bei der Allgemeinheit: Kategorien wie #tbt oder #flashbackfriday. Treue Fans bevorzugen weiterhin Info-Posts.
🫶🏼 Ob Sammlerstücke, Limited Editions oder nostalgisches Rebranding – Marken wirken durch Erinnerungen an die „good, old times“ sympathischer. Best Case: Das Retro-Trikot für die DFB-Teams.
🫱🏽🫲🏾 Lieblings-Buzzword: Community – ein gemeinsamer Recap à la @the_johnsonbrothers oder @sophiebreuer99 erhöht das Engagement, stärkt die Community-Bindung, schafft Vertrauen und Halt.
🫨 Fun Fact: Die Uni Augsburg belegte bereits 2017, dass Nostalgie gegen medialen Stress wie z.B. ständige Erreichbarkeit helfen kann. Weitere Forschende gehen sogar bis zur Bewältigung von Ängsten und Depressionen.
👆🏼 Important Rule: Content und Kampagnen nicht einfach in Retro-Optik packen, sondern mit aktueller Popkultur und neuen Trends verbinden – um die Audience der Gegenwart zu erreichen. Unser liebstes Beispiel: Coca Cola x Stranger Things!

Quellen: ARD Alpha, DIM, HubSpot, OMR, OMR Reviews, pressetext, Projecter, ScienceDaily, SZ, T3N (22.01.24)