Schreiner:innen, Landwirt:innen oder Pflegekräfte – finden wir vermehrt als Creator:innen auf Social Media. Die Content-Nische? Der eigene (9 to 5)-Job. So funktioniert’s! 🤝🏼
👩🏼🌾 Das Ziel: Normale Jobs und daily Alltag so abzubilden, wie es die Creator Economy mit der Glitzer-Glamour-Bubble macht aka Druck auf den Plattformen rausnehmen.
👉🏼 Die Accounts geben transparente Arbeitseinblicke, machen Jobs für junge Menschen attraktiver oder repräsentieren Unternehmen.
👩🏼🔧 Krass: Laut BIBB blieben 2023 ca. 73.400 Ausbildungsplätze unbesetzt – mit 13,4% der angebotenen Stellen ein neuer Höchstwert. Der Mangel zeigt sich v.a. im Handwerk und Baugewerbe.
📲 Social Media gilt als 1. Anlaufstelle für junge Berufsinteressent:innen – sogar das Finanzamt spannt eine TikTok-Influencerin aus den eigenen Reihen ein.
🫂 Alltag = Erfolg: Creator:innen mit normalen Jobs wirken für uns nahbarer – wir identifizieren uns leichter mit ihnen.
💸 Vorteile für Influencer:innen: Der normale Job garantiert ein Grundeinkommen und damit eine flexiblere Gestaltung der bezahlten Brand-Kooperationen. Gleichzeitig schärft das Creator:innen-Business digitale Skills, die wiederum auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind.
👆🏼 Short Reminder: Content Creation als Side-Business stets mit deinen Arbeitgeber:innen absprechen und sich vorab von Steuerprofis beraten lassen.
A match made in heaven?
Spannender Normalo-Job, nebenbei noch als Content Creatorin selbständig – zu schön, um wahr zu sein? 🕵🏽♀️
🧠 Selten offline, immenser Zeit-Invest und keine klare Abgrenzung zwischen den beiden Beschäftigungen – der doppelte Arbeitsaufwand kann schnell zur gesundheitlichen und mentalen Belastung werden.
⏰ Die Lösung? Im Best-Case, falls finanziell möglich, in einen Teilzeit-Job wechseln, klares Zeitmanagement betreiben, Bürokratisches an eine Agentur abgeben und in der übrigen Freizeit nicht zu viel auf Social rumhängen.
🚨 Wichtig für Creator:innen! Möchtest du deinen normalen Job irgendwann aufgeben, muss die persönliche Community-Bindung stark genug sein, um veränderten Content auszuhalten. Alternativ: Weiterhin thematisch wie z.B. @joibella aufarbeiten.
👀 Side-Fact: Der Influencer:innen-Markt gilt in Dt. als gesättigt – mit max. 150 Creator:innen könne man regelmäßig interagieren, bei ca. 20.000 Follower:innen wären das in Summe nur 543.000 Accounts. Allein aus der Gen Z bestreiten 500.000 ihren Lebensunterhalt via Social. Die Branche befinde sich stets in Bewegung und biete immer wieder Platz für neue Creator:innen, das bedeutet trotz Marktwachstum eine hohe Fluktuation. Dauerhaft als Influencer:in relevant zu bleiben? Nicht unmöglich, aber schwierig. (IW)
👩🏽💻 Komplex: Die Abgrenzung zu Corporate Influencer:innen, die als interne Brand-Botschafter:innen auf ihren eigenen Kanälen gezielt betriebliche Ziele unterstützen. Das Ganze passiert meist während der Arbeitszeit und dementsprechend vergütet. Infos gibt’s hier oder hier.
Quellen: Berliner Zeitung, Business Insider, Cäsar Cäsar, Hubspot, IW,Rheinische Post, Rowgional, Süddeutsche Zeitung JETZT, Westfalen-Blatt, ZDF Heute (19.03.24)