Deinfluencing: Bye, bye Influencer:innen Marketing?

Ob Google, Tripadvisor oder Amazon – schlechte Rezensionen gab’s eigentlich schon immer. Der Unterschied zur Kritik durch Influencer:innen? Weniger Reichweite. Aber einmal auf Anfang: Deinfluencing, worum geht’s? 🕵🏽

👉🏼 Trend zum Gegentrend: User:innen raten via Social Media, insb. TikTok, ihrer Community von Produkten ab, kritisieren Brands und andere Influencer:innen. Auslöser: der Mascara-Vorfall um Mikayla Nogueira.

📈 Krass: Nicht nur professionelle, große Creator:innen ziehen mit, sondern die gesamte Community: #deinfluencing auf TikTok verzeichnet inzwischen 1,3 Bill. Views (Stand 01/24). Für Brands bedeutet das: Social Listening ernst nehmen!

🌱 Im Zentrum: Kritik an teuren Hype-Produkten wie bspw. Dyson oder Charlotte Tilbury, unnötigem Konsum, fehlender Authentizität bei Werbe-Deals, aber auch Greenwashing von Unternehmen.

💡 Brands befürchten Antiwerbung oder ein beschädigtes Firmen-Image. Dennoch: Manche Marken setzen bereits bewusst aufs Deinfluencing, um im Gespräch zu bleiben.

👛 Rezessionssichere Werbung? Expert:innen erkennen einen Erfolgsgrund in der wirtschaftlichen Rezession und Inflation: Verbraucher:innen hinterfragen Preise, Produkte sowie ihr eigenes Kaufverhalten, die Creator Economy passt sich dem Markt an.

🧠 Fraglich: Besonders beliebt – Deinfluencing-Content, der zeitgleich Alternativen empfiehlt wie bspw. @alyssastephanie, am besten mit Direktlink zur Amazon Storefront.

Alles nur fake?

Deinfluencing dient grundsätzlich dem Schutz von Verbraucher:innen. 👆🏼

Welche Strategien stecken dennoch Influencer:innen-wise dahinter, was bedeutet das für Brands und wie viel Einfluss dürfen Creator:innen nehmen?

💁🏼‍♀️ Pluspunkt: Deinfluencing sticht hervor, bleibt im Gedächtnis und zahlt in die eigene Glaubwürdigkeit ein. Kooperationen wirken dadurch an anderer Stelle authentischer, persönliche Erfahrungsberichte stärken die Community-Bindung.

💥 Deinfluencing-Content à la @xskincare, @dejangarzhairstylist oder Reaction-Videos by @livekindly sorgen für Reichweiten-Boosts und funktionieren vereinzelt als gesamte Account-Strategie.

🤥 We’re sorry, aber meistens geht’s beim Deinfluencing weniger um bewussten Konsum, als Produktempfehlungen und Reichweite. Tausche langfristige Brand-Partnerschaften daher nicht gegen kurzfristige Sichtbarkeit ein.

Wichtige Sidenote für Marken: Deinfluencing von anderen, vergleichbaren Brands vertraglich festzuhalten, verbietet das Gesetz.

🚨 Achtung vor Fake News! Deinfluencing birgt stets die Gefahr von Produkt-Bashing aufgrund von unfairen Fehleinschätzungen, Unwissenheit oder Sensationsfreude. Insb. Vorsicht bei Kritik in Kombi mit eigenem Produkt-Marketing!

🫱🏽‍🫲🏾 Creator:innen-Rules:

  1. Objektives, handfestes Feedback – eine Bewertung muss konstruktiv, fundiert und belegbar sein.
  2. Important: Sprich keinesfalls während laufender Verträge schlecht über deine Werbepartner:innen und beachte Wettbewerbsklauseln, die Negativwerbung von weiteren Produkten ausschließen.
  3. Auch im Nachhinein wirkt Kritik schnell unglaubwürdig – daher: ausgewählte Kooperationen (vorab!) for the win!

Quellen: ZDF, Focus, OMR, t3n, WirtschaftsWoche (30.01.24)

Lust auf mehr Social-Media-Nerdwissen?

Dann sei bei unserem 10-wöchigen Baby got Business Bootcamp dabei!